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Dear Ladies and Gentlemen, thanks so much for your interest in my work and I would gladly contribute to the good work of your organization.

However, I am afraid I am not in a position to donate any photos for free.

First of all, it would not be very professional and honorable towards all my colleagues who risk their lives exposing injustices around the globe.

Me and most of my colleagues have families to feed. We are independent free-lance photographers who live from our work - it is not our hobby.

Secondly, the internet has brought many great things, but also has introduced the concept that in an age of democracy, artistic productions, (be it music, articles, images, videos) copyrights, originality and authenticity are no longer relevant concepts that should be paid for.

I find this a very worrying development.

Thirdly, my intellect have simply prohibited me to give away photos for free since it undermines the business of all journalists.

I won't bore you with the details, but due to new developments in media and the spread of neo-liberal thinking, the average war photographer has seen a drop in income of 70 %.

If you want to read more, here is an interesting article how war photographers have become an exploited class - https://medium.com/…/journalists-under-threat-from-within-6…

I understand you as an organization has very limited budgets, but I see you have pretty well prestigious sponsors and funders. It also looks like the lawyers that work for your organization are well paid established professionals who can afford to donate a bit of their time - unlike us independent free lancers, some of them who can’t even afford health insurance. I suppose the printing of the annual report and the design is not done for free, I suppose the staff of your organization gets paid, and I suppose the landlord will not provide free office space.

I am totally sympathetic to your cause of pursuing war criminals and war profiteers, especially the ones that caused widespread misery in the Middle East, countries that I visited extensively between 2002 and 2016 and where I took with great risks photos to expose the cruelties. I was nearly killed in a lot of times by Rockets, Mortars, Bombs or Bullets.

Normally I charge NGO’s 250 euro for publication and usage of photos that were taken under extreme dangerous circumstances. Since I sympathize with your cause, I could make you a special price of 500 euro for three images. kind regards and hope you understand,

Thomas Rassloff





Warschau / Polen - Nationaler Unabhängigkeitstag 11.11.2013

Video Angriff auf Hausprojekt

da ich mich von meinen kollegen habe überreden lassen in einem hostel zu übernachten, das direkt an der demoroute liegt, hatte ich mal wieder so richtig glück. nach einer 6 stündigen zugfahrt und einem 10 minütigen fussweg zur unterkunft wurde ich nicht nur als letzter abgefertigt. das gespräch fing schon mit sorry und dont be angry an, mein zimmer war ein mini 6-bett zimmmer was ich zum glück allein bewohnte. aber leider war an nachtruhe nicht zu denken, denn gegenüber war eine disko, die von 80er und 90er hits zu bieten hatte, ab 5uhr morgens gab es dann dorf-tekkno bis ca. 7.30 - vom Geschrei der Besoffenen mal abgesehen. dann wurde der laden dicht gemacht, aber dann hörte ich ein dumpfes bass hämmern, was wohl aus der im haus untergebrachten kneipe durch die wände drang. um 8uhr war dann ruhe und um 10uhr weckte mich ein kollege, stadtbesichtigung mit frühstück. wir liefen vom hostel bis zum warschauer hauptbahnhof und die gesamte stadt schien schon voll von nationalistischen Demoteilnehmern zu sein. Weit und breit keine Polizei zu sehen, etwas unwohl wurde mir schon bei dem Gedanken, das wir als Pressevertreter eigentlich nicht gern gesehen werden. Und das wir fast kein Wort polnisch nur deutsch und englisch sprechen können macht die Sache auch nicht besser. Vorbei an Keltenkreuzfahnen, Faschistischen Transparenten, Hooligans und Dorfnazis zum Hauptbahnhof ins Coffeeheaven, etwas Zivilisation und einen Schokomuffin, so muss ein Arbeitstag beginnen, wenn ich nicht so müde wäre ... Ich beschloss zurück ins Hostel zu gehen und wollte versuchen noch eine Stunde zu pennen. Aber der permanente Lärm von Polen-böllern, Sprechchören und Polizeisirenen hinderte mich daran. Also los, Ausrüstung und zum Antreteplatz der Nationalisten. Die massiven gewaltätigen Übergriffe auf Journalisten in den letzten Jahren trugen auch zu einer etwas zurückhaltenden Fotoaktivität bei. So beschloss ich nach kurzer Rücksprache mit den Kollegen ertsmal zur historischen Militärparade zu gehen. Leider konnte ich den Platz bzw. die Route nicht finden und spazierte einfach so durch das herbstliche Warschau. Am Auftaktort der Demo angekommen vormierten sich die ersten Gruppen und Lautsprecherwagen. Auffällig waren die vielen Ordner, die wohl die Polizeiarbeit übernehmen sollten, denn von der war, bis auf ein paar Zivilpolizisten, nichts zu sehen. Kurz nach 15Uhr setzte sich die Demo langsam in Bewegung, mit permanenten Polenböllern und Pyrotechnik begleitet. Die Demo war noch keine 200 Meter gegangen, da bemerkte ich ein Ordnerkette an einer Seitenstrasse, die von mehreren 100 Demoteilnehmern mit massiver Gewaltanwendung durchbrochen wurde. Das Ziel ??? ein altes Zweistöckiges Haus oder Baracke, etwas heruntergekommen, aber die Anarcho A-Logos und Plakate wiesen auf ein alternatives Hausprojekt hin. Die Angreifer warfen Steine und Pyrotechnik auf das Haus und versuchten die Türen und Fenster aufzubrechen, doch dann standen plötzlich ein paar Leute auf dem Dach. Und nun wurde vom Dach auf die Angreifer zurück geworfen. Mittendrin statt nur dabei ... und mir flogen die Steine um die Ohren nur leider wurde ich auch noch mehrfach wegen meiner Foto/Video mach-aktion angesprochen und daran gehindert. Dabei erging es mir noch ganz gut, andere Kollegen wurden vor meinen Augen zusammengeschlagen, andere wurden gezwungen die gemachten Aufnahmen zu löschen. So mancher Fotograf wurde von Steinen oder Flaschen getroffen und musste mit blutüberströmten Wunden das Weite suchen. An den Seiten des Gebäudes schienen die Nazis Fortschritte zu machen, bei dem Versuch einen Eingang ins Gebäude zu finden. Auch auf der Rückseite des Gebäudes drangen die Angreifer auf das Gelände vor, überkletterten Stacheldrahtzäune und setzten zwei Autos in brand. Nach ca. 20 Minuten schwerer Ausschreitungen beschloss die Polizei gegen den Mob vorzugehen, aber nur zögerlich. Jetzt verlagerten sich die Auseinandersetzungen und wurden etwas unübersichtlich. Direkt an der Demo gab es mehrere Schlägereien zwischen den Leute, die das Haus und oder die Polizei angreifen wollten und den Ordnern, die das verhindern wollten. Am alternativem Wohnprojekt warfen die einen Steine auf die Polizei, andere griffen weiter das Haus an. Weitere Minuten verstrichen, dann rannte plötzlich eine zivile Spezialeinheit um die Ecke und bei den Angreifern brach Panik aus, alle rannten weg, schnell wie die Hasen. Mehrere Nazis wurden zu boden gerissen und nicht gerade sanft in Gewahrsam genommen. Durch die Polizei direkt vor Ort und in der Strasse beruhigte sich die Situation, zumindest in dieser Strassse. In einer parallelen Strasse keine 50 Meter weiter ein ähnliches Szenario. Mehere 100 Hoologans greifen erst die Ordner an, bis diese sie durch lassen. Dann wird die Polizei angegriffen, die nur zögerlich reagiert. Was die Eskalation erst so richtig in Gang bringt. Nach mehreren unfeundlichen kontakten mit Demoteilnehmern und Ordnern beschliessen wir unsere Arbeit einzustellen.


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